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Die Erlebnisberichte jener Menschen, welche im Folgenden zu Wort kommen werden, sind auf den ersten Blick sehr unterschiedlich.

Dennoch verbindet alle Autoren eine ganze Reihe von Gemeinsamkeiten:

  • Sie alle waren früher Katholiken
  • Sie alle erkannten ihre Schuld und Sünden vor Gott
  • Sie alle erkannten ihr eigenes Unvermögen, sich selbst aus dieser Schuld zu befreien
  • Sie alle bereuten ihre Sünden und bekannten ihre Schuld und ihr Unvermögen vor Gott
  • Sie alle nahmen den stellvertretenden Tod - das Opfer Jesu Christi auf Golgatha zur Sühnung ihrer Sünden im Glauben an.
  • Sie alle nahmen Jesus Christus als ihren HERRN und Retter an und übergaben IHM ihr Leben.
  • Sie alle setz(t)en ihre Hoffnung auf IHN - JESUS CHRISTUS - ALLEIN, lösten sich von den unbiblischen Heilsversprechen ihrer Kirchenführer, und mach(t)en sich EINZIG UND ALLEIN AM WORT GOTTES - der Bibel fest.
  • Sie alle erleb(t)en Gottes Gnade - die Vergebung ihrer Sünden und die Versöhnung mit Gott.
  • Sie alle WISSEN heute, dass sie Jesus Christus gehören - dass sie SEIN Eigentum sind - weil ER sie durch sein Blut und sein Opfer am Kreuz teuer erkauft hat!
    Denn ihr seid teuer erkauft; darum verherrlicht Gott in eurem Leib und in eurem Geist, die Gott gehören! 1. Korinther 6,20
  • Sie alle WISSEN schon heute, dass sie ewiges Leben haben und nach dem Tod die Ewigkeit bei Gott verbringen werden - und das ganz ohne Fegefeuer!
    Dies habe ich euch geschrieben, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes, damit ihr WISST, dass ihr ewiges Leben habt, und damit ihr [auch weiterhin] an den Namen des Sohnes Gottes glaubt. 1. Johannes 5,13
  • Sie alle WISSEN um die rettende Kraft des Evangeliums und um die Wahrheit des Wortes Gottes in der Bibel und bezeugen diese vor den Menschen!
    Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und wir bezeugen, was wir gesehen haben ... Johannes 3,11

Jene Menschen, welche in ihren sehr persönlichen Berichten hier nun davon erzählen, wie sie durch Gottes Gnade aus ihrer Verlorenheit zum ewigen Leben durchgedrungen sind, sind Zeugen dafür, dass Gottes Wort uns nicht in tote Religiosität und kirchliche Traditionen hineinführen will (vgl. Römer 8,9), sondern Gott uns vielmehr durch die Wiedergeburt geistliches Leben schenken will (vgl. Joh. 3,3), um so in einer lebendigen Beziehung zu unserem Herrn Jesus Christus durchs Leben - und in die Ewigkeit zu gehen.

Ich möchte mich bei allen Geschwistern im HERRN ganz herzlich für ihre Zeilen bedanken und hoffe, dass durch diese Berichte bzw. Beispiele viele Menschen erkennen mögen, dass Gott kein Gefallen an Religiosität, Riten und Traditionen hat, sondern ER vielmehr an einer echten und lebendigen Beziehung zu seinen Geschöpfen interessiert ist.
Möge der HERR es schenken, dass diese Zeugnisse zum Erkennen dieser Tatsache beitragen werden.

Vergebung im Beichtstuhl?

FranzIch war 54 Jahre alt und Bauer im schönen Mostviertel (Österreich), mitten im Gemeindedreieck Wolfsbach – St. Peter – Seitenstetten, als ich zum ersten Mal die Bibel in der Hand hielt, um das Wort Gottes zu lesen. Seit 25 Jahren war ich mit meiner Frau Christine verheiratet, wir hatten vier Söhne und waren rundherum zufrieden. Ich wurde in der katholischen Religion erzogen und machte die ganzen religiösen Ereignisse mit, ohne ihren Sinn völlig zu begreifen. Als ich älter wurde, las ich die Heiligenlegenden, die auf dem Dachboden herumlagen, denn eine Bibel fand sich im ganzen Haus nicht. Ich konnte mich mit dem Leben und den Taten dieser Menschen nicht identifizieren, denn dieses »Level« würde ich ohnehin nie erreichen.

Mein erster Kontakt mit Jesus Christus war wohl in der 1. Klasse Volksschule, als der Pfarrer im Religionsunterricht sagte, dass eigentlich wir für unsere Sünden selbst am Kreuz hängen müssten. Die Vorstellung von diesen Schmerzen und diesem Tod jagte mir eine große Furcht ein. Auch sonst war mein Leben von vielen Ängsten geprägt, vor allem von Krieg und Tod.

Ich wurde 1965 in eine katholische Familie hineingeboren, der Besuch der Sonntagsmessen, Kindermessen, Maiandachten, Betstunden ... war selbstverständlich und ich war eifrig dabei. Wenn eine Schularbeit, Prüfung oder später eine berufliche Aufgabe bevorstand, bat ich Gott besonders um Hilfe. Rückblickend auf diese Zeit bin ich Gott dankbar, dass er meine Gebete erhört hat und mich wunderbar begleitet, geführt und vor vielem bewahrt hatte. Aber Gott war nicht wirklich Teil meines Lebens, sondern nur dann, wenn ich ihn brauchte.

Alles, was ich brauchte

Meine Großmutter, mit ihrem zum Knoten gedrehten Zopf unter dem Strohhut und dem tiefblauen, weiß getupften Kleid vermittelte mir stets den Eindruck einer heilen Welt, wenn ich auf der Kirchenstiege ihren Nachbarinnen begegnete, die freundlich aus nahezu demselben Outfit guckten.

Die Kühle des alten Kirchgebäudes umfing uns Minuten später am Weihwasserbecken. Ich kontrollierte vorsichtig, ob der Knicks und das Kreuzzeichen, hastig über das Gesicht geschlagen, niemandem Anlass zum sorgenvollen Seitenblick war und erklomm eine der gepolsterten Bänke, die unter dem ständig steigenden Gewicht der Besucher zu ächzen begann, als hätte sie Wichtiges zu sagen.

Als jüngstes von sieben Kindern bin ich 1955 in Visp geboren. Schon früh in meiner Jugend fragte ich nach dem Sinn des Lebens. Beim Betrachten der wunderschönen Welt kam ich zur Überzeugung, dass es einen Schöpfer geben musste, denn durch Zufall konnte diese Welt unmöglich entstanden sein. Auch mein Gewissen zeigte mir, dass es einen Gott geben musste, der seinen Willen in mein Herz gelegt hat, so dass ich nicht tun konnte, was ich wollte.

Ich sagte mir: «Wenn es einen Gott gibt, dann hat mein Leben nur einen Sinn, wenn ich das tue, was er mir sagt.» Wie die meisten Walliser, bin auch ich katholisch erzogen worden. Ich versuchte durch regelmäßigen Gottesdienstbesuch ein guter Katholik zu sein und ein anständiges Leben zu führen; denn ich wollte ja nach dem Tod zu Gott kommen.