Nein. Der Glaube an Jesus Christus reicht aus, um errettet zu werden. Sie selbst können und brauchen dem nichts hinzuzufügen außer Ihren Glauben an das Erlösungswerk Christi. Der Herr Jesus hat alles schon vollbracht. Trotzdem ist die Taufe sehr wichtig, und alle an Christus gläubig gewordenen Menschen sollten sich taufen lassen, weil Christus es befohlen hat. Apostelgeschichte 2,38: "Tut Buße und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden." Wenn sich jemand weigert, getauft zu werden, stellt er selbst die Echtheit seiner Erlösung in Frage.

Es gibt christliche Gruppen, die glauben, dass die Taufe notwendig sei zur Errettung. Oberflächlich betrachtet, klingen ihre Argumente überzeugend. Bei näherem Hinsehen erkennt man in der Bibel aber, dass die Taufe immer erst nach der Bekehrung stattfand und in keiner Weise Bestandteil der Errettung ist. Zum Beispiel Apostelgeschichte 10,44-47. Während Petrus predigte, fiel der Heilige Geist auf die Zuhörer und Petrus sagte: "Kann auch jemand diesen das Wasser verwehren, dass sie nicht getauft werden sollten, die den Heiligen Geist empfangen haben gleichwie wir?" Sie hatten also den Heiligen Geist empfangen und waren damit errettet, obwohl sie zum Zeitpunkt ihrer Errettung noch nicht getauft waren.

In 1. Korinther 1,17 sagt der Apostel Paulus: "Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu verkündigen." Also wird man durch das Evangelium errettet, was von Paulus noch einmal in 1. Korinther 15,1-4 bestätigt wird: "Ich erinnere euch aber, ihr Brüder, an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch fest steht, durch das ihr auch gerettet werdet, wenn ihr an dem Wort festhaltet, das ich euch verkündigt habe - es sei denn, dass ihr vergeblich geglaubt hättet. Denn ich habe euch zuallererst das überliefert, was ich auch empfangen habe, nämlich dass Christus für unsere Sünden gestorben ist, nach den Schriften, und dass er begraben worden ist und dass er auferstanden ist am dritten Tag, nach den Schriften."

Taufe ist also kein Bestandteil der Errettung, sondern die Taufe ist etwas, was der Gläubige nach seiner Errettung praktiziert. Die Taufe ist ein Symbol der Errettung - und Symbole selbst retten nicht.

Quelle: Ihre Fragen - Gottes Antwort
Rudi Joas - Missionswerk Heukelbach
www.missionswerk-heukelbach.de

 


 

Ein paar persönliche Gedanken zu dieser Frage...

Lange Zeit meines Lebens unterlag auch ich jenem SCHRECKLICHEN IRRTUM, dass ich bereits als Kleinkind durch die Taufe Christ geworden wäre! Dieser Irrtum war deshalb so schrecklich, weil er mich über Jahre hinweg in falscher und trügerischer Sicherheit wog! Nur Gottes Gnade verdanke ich es, dass aus diesem schrecklichen Irrtum kein tödlicher Irrtum wurde!

Gottes Wort bezeugt keinerlei Rechtfertigung bzw. Errettung durch ein Taufritual, sondern einzig und allein durch den persönlichen GLAUBEN an JESUS CHRISTUS!
Zuvor muss der Mensch er- und bekennen, dass er ein VERLORENER SÜNDER ist - ein Sünder auf dem Weg in die Hölle - der Gott nichts zu bieten hat als ein von Sünde durchtränktes Leben! Der Mensch muss darüber hinaus auch einsehen, dass er an seiner Verlorenheit vor Gott auch mit seinen vermeintlich "guten Werken" und seiner Religiosität nichts ausrichten kann, sondern dass er als schuldiger Bettler mit leeren Händen vor Gott steht und absolut nichts aufzuweisen hat, womit er sich vor Gott rechtfertigen könnte!

Wer durch Gottes Gnade diese Selbsterkenntnis der völligen Verlorenheit und Hilflosigkeit geschenkt bekommt, und auf diese Weise von Sünde und Schuld überführt von ganzen Herzen zu Gott umkehren will, für denjenigen – (und nur für denjenigen !!!) hat die Bibel eine gute Nachricht bereit – das EVANGELIUM von der GNADE durch den GLAUBEN!

Wer auf diese Weise durch Buße und Glaube in der Wiedergeburt zum neuen Leben hindurchgedrungen ist, der wird mit der Hilfe des Heiligen Geistes in seinem Wort erkennen, dass Gott nun seinen Gehorsam wünscht, indem er nun jene innere Realität des neuen Lebens in Christus durch die Taufe auch nach außen hin zeigt und bestätigt!
Jegliche "Taufe" hingegen, welcher jene BEREITS VORHANDENE innere Realität des neuen Lebens in Christus nicht schon zugrunde liegt, ist so viel wert, wie eine Unterschrift auf einem leeren Blatt Papier - viel schlimmer noch - es ist SELBSTBETRUG!

Wer glaubt, durch ein Taufritual bzw. durch ein "Taufsakrament" ein Christ geworden zu sein, der geht mit einem schrecklichen Irrtum durchs Leben - und glaubt er dass bis zuletzt, so wird ein tödlicher Irrtum daraus, weil man durch Kindertaufe nur Kirchenmitglied wird, aber niemals ein erlöstes Kind Gottes!

Die unbiblische Kindertaufpraxis liegt heute wie ein dickes Leichentuch über der "christlichen Religion" und es ist schrecklich, wie viele Mensch dieser Irrlehre zum Opfer fallen! Dennoch gab es immer auch Menschen, welche jenes neue Leben durch den vertrauenden Glauben an Jesus Christus gefunden haben und sich im Glaubensgehorsam zum Wort Gottes auf ihr Glaubensbekenntnis hin taufen ließen. Diese Christen waren oft Ziel von Verfolgung bzw. von Folter und Mord durch die Inquisition!

Hierzu nur ein kurzer geschichtlicher Rückblick in die Geschichte der Mennonitten - einer Gruppe von Christen, welche die biblische Glaubenstaufe praktizierten ...

Die Mennoniten

Eine der schwersten Ketzereien war in den Augen Roms die Ablehnung der Säuglingstaufe. Dieses Ritual sollte angeblich den Makel der Erbsünde entfernen, den Säugling zu einem Kind Gottes und Mitglied der Kirche machen und den Vorgang der Errettung in Gang setzen, der im Gehorsam zu Roms Verordnungen und dem Empfang der Sakramente bestand. Wer an eine Bibel gelangen konnte (Rom tat sein Bestes, um diese von den Menschen fernzuhalten), stellte fest, dass sie den Lehren Roms widersprach. Die Errettung erhielt man nicht durch die Taufe, sondern durch den Glauben an Christus. Die Taufe war für die gedacht, die an ihn als ihren persönlichen Retter glaubten. Kein Säugling wäre imstande, das zu verstehen und zu glauben. Die an das Evangelium der Bibel glaubten, wollten als Gläubige getauft werden.

Der holländische katholische Priester Menno Simons erzählt von seiner eigenen Verwirrung, bevor er Christ wurde: Am 20. März 1531 wurde in [Leeuwarden] ein gewisser Schneider namens Sicke Freerks Snijder aus dem merkwürdigen Grund hingerichtet, dass er ein zweites Mal getauft worden war. „Das war für mich äußerst befremdend“, sagt Menno, „dass da von einer zweiten Taufe die Rede war.“ Es erschien ihm noch viel befremdender, als Menno erfuhr, dass Freerks ein frommer, gottesfürchtiger Mann war, der glaubte, dass die Schrift nicht die Säuglingstaufe lehrt, sondern dass nur Erwachsene auf ein persönliches Glaubensbekenntnis hin getauft werden sollten.

Viele der stetig zunehmenden Zahl von Protestanten, wie z.B. die Lutheraner, tauften, wie auch heute noch, weiterhin die Säuglinge – eins von mehreren Elementen des Katholizismus, von denen sich die Reformatoren nicht frei machen konnten. So fingen auch die Protestanten an, diejenigen, die sich ein zweites Mal hatten taufen lassen, zu verfolgen und in einigen Fällen sogar hinzurichten. Diese „Ketzer“ sind unter der Bezeichnung Wiedertäufer bekannt geworden.

Die katholische Inquisition verbrannte in Holland, wo es die meisten Wiedertäufer gab, Zehntausende auf dem Scheiterhaufen, weil sie sich als gläubig gewordene Erwachsene hatten taufen lassen. Wer den Ketzern Hilfe leistete oder Obdach gewährte, teilte ihr Schicksal. Die größte Gruppe Wiedertäufer folgte den Lehren von Menno Simons und wurde als Mennoniten bekannt. Menno schreibt: [Ungefähr im Jahre 1539] wurde dort, wo ich mich aufhielt, ein frommer und gottesfürchtiger Mann mit Namen Tjard Reynders verhaftet, weil er mich heimatlosen Mann aus Mitleid und Liebe in sein Haus aufgenommen hatte, obgleich es im Geheimen geschah ... Er wurde nach dem freien Bekenntnis seines Glaubens [allein an Christus] gerädert und als tapferer Soldat Christi dem Beispiel seines Herrn folgend hingerichtet, obgleich sogar seine Feinde ihm bezeugten, dass er ein unschuldiger und frommer Mann war.

Quelle: Das Blut der Martyrer

Abschließend noch einige weitere Gedanken zur Taufe:

Taufsakrament I
Taufsakrament II

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... meine Taufe am 12.12.2004