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Hätte mir vor einigen Jahren jemand gesagt: "Ich weiß ganz gewiss, dass ich nach meinem Tod bei Gott und im Himmel sein werde!" so hätte ich bei mir wohl etwas Ähnliches gedacht wie: "... der kommt sich selbst wohl ziemlich gut vor!" Diese Reaktion ist ganz normal für religiöse Menschen - und da auch ich eine religiöse Phase durchlaufen habe, wäre sie auch für mein damaliges Denken daher ganz normal gewesen.

Der Grund dafür ist jener - dass der religiöse Mensch seine Errettung immer auch sehr stark davon abhängig macht, wie er sein eigenes Leben führt. Da der Mensch aber schwach und unzuverlässig ist, steht damit aber auch seine Errettung zwangsläufig auf tönernen Füßen. Der religiöse Mensch bemüht sich trotzdem durch "gute Werke", durch Teilnahme am religiösem Leben und durch verschiedene andere Anstrengungen sich seinen Platz im Himmel so weit wie möglich zu sichern. Trotz aller Anstrengungen weiß er aber dennoch nie mit letzter Gewissheit, ob seine Bemühungen letztlich ausreichen werden - womit er aber auch in der Frage der Errettung keine Gewissheit - und somit auch keinen Frieden in dieser wichtigen Frage finden kann.

Menschliche bzw. religiöse Wege führen nicht zu Gott und können daher auch keine letzte Gewissheit - und damit auch keinen Frieden in der Frage der Errettung schenken. Dem religiösen Menschen bleibt daher bloß eine vage Hoffnung in dieser Frage.

Am ERLÖSUNGSWERK GOTTES aber ist der Mensch nicht beteiligt (!!!) - die Errettung des Menschen durch JESUS CHRISTUS ist allein GOTTES WERK und daher ist dieses auch ABSOLUT VERLÄSSLICH und nicht durch die Hinfälligkeit des Menschen gefährdet!
Daher spricht auch die Bibel in der Frage der Heilsgewissheit ein klares Wort:
Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat das Zeugnis in sich selbst; wer Gott nicht glaubt, der hat ihn zum Lügner gemacht, weil er nicht an das Zeugnis geglaubt hat, das Gott von seinem Sohn abgelegt hat. Und darin besteht das Zeugnis, dass Gott uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht. Dies habe ich euch geschrieben, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, und damit ihr [auch weiterhin] an den Namen des Sohnes Gottes glaubt.
1. Johannes 5,10-13

Lassen wir unsere vergeblichen Bemühungen, uns durch unser Leben vor Gott selbst zu rechtfertigen endlich hinter uns - tun wir BUSSE über unser ganzes sündige Leben und GLAUBEN wir an JESUS CHRISTUS als unseren HERRN UND ERLÖSER, so gelangen wir durch die Wiedergeburt hindurch zum neuen Leben, in welchem wir IN CHRISTUS unseres Heils VÖLLIG SICHER sind, weil unsere Errettung nicht mehr an uns - sondern zu 100 PROZENT (!!!) an JESUS CHRISTUS fest gemacht ist! ER ist es, der uns durch SEIN STELLVERTRETENDES OPFER auf Golgatha VOLLE SÜNDENVERGEBUNG geschenkt hat! ER ist es auch, der uns trotz unserer Hinfälligkeit in unserem weiteren Leben SICHER ans Ziel bringen wird! ALLES HÄNGT VON IHM AB und nicht von uns und daher haben wir FRIEDEN IN IHM und leben in Dankbarkeit zu IHM.

Daher ist aber auch Unsicherheit in der Frage der Errettung kein Zeichen von "religiöser Demut", sondern vielmehr ein sicherer Indikator dafür, dass man den einen Weg zum Heil, welchen Gott uns IN JESUS CHRISTUS eröffne, noch nicht gefunden oder angenommen hat.

Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch - Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. Epheser 2,8-9

Autor: Reinhold Keinberger