Die römisch-katholische Kirche
lehrt über den Abl
ass:

[1471] Die Lehre über die Ablässe und deren Anwendung in der Kirche hängen eng mit den Wirkungen des Bußsakramentes zusammen.

Was ist der Ablass konkret ?? ...

"Der Ablass ist Erlaß einer zeitlichen Strafe vor Gott für Sünden, die hinsichtlich der Schuld schon getilgt sind. Ihn erlangt der Christgläubige, der recht bereitet ist, unter genau bestimmten Bedingungen durch die Hilfe der Kirche, die als Dienerin der Erlösung den Schatz der Genugtuungen Christi und der Heiligen autoritativ austeilt und zuwendet."
"Der Ablass ist Teilablass oder vollkommener Ablass, je nachdem er von d
er zeitlichen Sündenstrafe teilweise oder ganz freimacht." Ablässe können den Lebenden und den Verstorbenen zugewendet werden.



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Papst Benedikt XVI. gewährte z.B. am 8. Dezember 2005 anlässlich des 40. Jahrestages des zweiten vatikanischen Konzils einen vollkommenen Ablass, bei dem alle "zeitlichen Sündenstrafen" erlassen wurden.
Voraussetzungen dafür waren am 8. Dezember die Beichte, der Empfang der Kommunion, ein Gebet nach der Intention des Papstes und die Teilnahme an einer Feier zum Hochfest Mariä Empfängnis oder ein Gebet (Vater Unser und Glaubensbekenntnis) vor einem Marienbild. Wer aufgrund von Krankheit oder aus anderen Gründen diese Bedingungen am 8.Dezember nicht erfüllen konnte, bekam dennoch den Ablass, wenn er die Gebete und die Sakramentsteilnahme so schnell wie möglich nachholte.


 

Ich muss gestehen, dass ich in jener Zeit als ich selbst noch Katholik war, mit der Ablasslehre meiner damaligen Kirche nur sehr wenig anzufangen wusste. So war mir zwar der Begriff und manche damit in Zusammenhang stehende Dinge (Urbi et Orbi, ... ) noch durchaus geläufig, doch wozu ein solcher Ablass nun konkret gut sein sollte, entzog sich meiner damaligen Kenntnis. Da im selben Zusammenhang aber oft von "völligem Ablass von Sündenstrafen" die Rede war, lag für mich die Vermutung nahe, es würde sich hier wohl neben der Beichte um eine gewisser Weise andere Möglichkeit einer vielleicht "umfassenderen Sündenvergebung" handeln.
Ich sah darin für mich aber kein so wichtiges Thema um mich näher damit zu beschäftigen - da ich im Zusammenhang mit Sündenvergebung doch die Beichte als das "reguläre Mittel" sah. Ich war der festen Meinung, das mittels der Beichte die Sünden vergeben werden und hatte für den Ablass im tatsächlichen Sinn daher auch keine weitere "Verwendung", denn - so dachte ich, wenn etwas vergeben ist, dann ist es damit auch vergessen und aus der Welt geschafft - auch bei Gott. Das diese Meinung jedoch Rom nicht teilt, sondern die katholische Kirche hinsichtlich der Auswirkung der Sünde noch weiter differenziert, war mir damals noch nicht bewusst.

Wie sehr die katholische Lehre vom Ablass der Bibel widerspricht hab ich erst erkannt, als ich mich mit dieser näher vertraut machte und sie dann dem Wort Gottes gegenüberstellte. Hierbei stellte ich auch fest, dass das gesamte Glaubensgerüst rund um den Ablass den Menschen in jenem Trug gefangen hält, er könne selbst zur Sühnung seiner Sünden beitragen oder könne hier auf Hilfe einer kirchlichen Organisation hoffen.
Auf diese Weise bindet die katholische Kirche die Menschen in gewisser Weise an sich, führt sie immer weiter hinein in die religiöse Knechtschaft der Riten, der Werke und der Leiden und verschweigt dabei gleichzeitig den Zugang zur Erlösung. Sie stellt sich mit ihrem Papst- und Priestertum als angeblicher Mittler zwischen Gott und Mensch, nimmt ihnen dabei die freie Sicht auf das befreiende Evangelium der Bibel und bietet ihnen statt dessen ihre eigenen Dienstleistungen an, welche sie aber nie zu jener Freiheit führen, welche JESUS jenen Menschen schenkt, die IHM ALLEIN glauben und vertrauen!

B e f r e i t ... durch JESUS kann ich heute in Dankbarkeit bezeugen, das der Herr mir völlige Vergebung durch sein vollkommenes Erlösungswerk geschenkt hat. Der Herr schenkt mir Gewissheit, das ER ALLES! bezahlt hat - einzig und allein durch sein kostbares Blut, welches ER für mich vergossen hat. Mehr brauche ich daher nicht, weder stellvertretendes Leiden oder "gute Werke" anderer Menschen - noch irgendwelche "Verdienstzuwendungen" aus der fiktiven "Schatzkammer" irgendeiner Kirche.
Der Friede aus dieser Gewissheit lässt mich einerseits unbelastet an dieses Thema herangehen. Es berührt mich andererseits aber dennoch auch persönlich, wenn ich sehe - wie Menschen diesen untauglichen Dingen mehr vertrauen als der unverbrüchlichen Zusage Gottes von der vollkommenen Vergebung durch das Opfer Christi, welche er uns in seinem Wort zusichert.

Was der Ablass nun konkret ist und woran er anknüpft - wie diese Lehre einer biblischen Beleuchtung stand hält, und was die katholische Kirche Zweiflern dieser Lehre zu sagen hat, über das alles möchte ich in den folgenden Seiten etwas näher eingehen ...

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