Die römisch-katholische Kirche
lehrt über den Abl
ass:

[1471] Die Lehre über die Ablässe und deren Anwendung in der Kirche hängen eng mit den Wirkungen des Bußsakramentes zusammen.

Was ist der Ablass konkret ?? ...

"Der Ablass ist Erlaß einer zeitlichen Strafe vor Gott für Sünden, die hinsichtlich der Schuld schon getilgt sind. Ihn erlangt der Christgläubige, der recht bereitet ist, unter genau bestimmten Bedingungen durch die Hilfe der Kirche, die als Dienerin der Erlösung den Schatz der Genugtuungen Christi und der Heiligen autoritativ austeilt und zuwendet."
"Der Ablass ist Teilablass oder vollkommener Ablass, je nachdem er von d
er zeitlichen Sündenstrafe teilweise oder ganz freimacht." Ablässe können den Lebenden und den Verstorbenen zugewendet werden.



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Papst Benedikt XVI. gewährte z.B. am 8. Dezember 2005 anlässlich des 40. Jahrestages des zweiten vatikanischen Konzils einen vollkommenen Ablass, bei dem alle "zeitlichen Sündenstrafen" erlassen wurden.
Voraussetzungen dafür waren am 8. Dezember die Beichte, der Empfang der Kommunion, ein Gebet nach der Intention des Papstes und die Teilnahme an einer Feier zum Hochfest Mariä Empfängnis oder ein Gebet (Vater Unser und Glaubensbekenntnis) vor einem Marienbild. Wer aufgrund von Krankheit oder aus anderen Gründen diese Bedingungen am 8.Dezember nicht erfüllen konnte, bekam dennoch den Ablass, wenn er die Gebete und die Sakramentsteilnahme so schnell wie möglich nachholte.


 

Ich muss gestehen, dass ich in jener Zeit als ich selbst noch Katholik war, mit der Ablasslehre meiner damaligen Kirche nur sehr wenig anzufangen wusste. So war mir zwar der Begriff und manche damit in Zusammenhang stehende Dinge (Urbi et Orbi, ... ) noch durchaus geläufig, doch wozu ein solcher Ablass nun konkret gut sein sollte, entzog sich meiner damaligen Kenntnis. Da im selben Zusammenhang aber oft von "völligem Ablass von Sündenstrafen" die Rede war, lag für mich die Vermutung nahe, es würde sich hier wohl neben der Beichte um eine gewisser Weise andere Möglichkeit einer vielleicht "umfassenderen Sündenvergebung" handeln.
Ich sah darin für mich aber kein so wichtiges Thema um mich näher damit zu beschäftigen - da ich im Zusammenhang mit Sündenvergebung doch die Beichte als das "reguläre Mittel" sah. Ich war der festen Meinung, das mittels der Beichte die Sünden vergeben werden und hatte für den Ablass im tatsächlichen Sinn daher auch keine weitere "Verwendung", denn - so dachte ich, wenn etwas vergeben ist, dann ist es damit auch vergessen und aus der Welt geschafft - auch bei Gott. Das diese Meinung jedoch Rom nicht teilt, sondern die katholische Kirche hinsichtlich der Auswirkung der Sünde noch weiter differenziert, war mir damals noch nicht bewusst.

Wie sehr die katholische Lehre vom Ablass der Bibel widerspricht hab ich erst erkannt, als ich mich mit dieser näher vertraut machte und sie dann dem Wort Gottes gegenüberstellte. Hierbei stellte ich auch fest, dass das gesamte Glaubensgerüst rund um den Ablass den Menschen in jenem Trug gefangen hält, er könne selbst zur Sühnung seiner Sünden beitragen oder könne hier auf Hilfe einer kirchlichen Organisation hoffen.
Auf diese Weise bindet die katholische Kirche die Menschen in gewisser Weise an sich, führt sie immer weiter hinein in die religiöse Knechtschaft der Riten, der Werke und der Leiden und verschweigt dabei gleichzeitig den Zugang zur Erlösung. Sie stellt sich mit ihrem Papst- und Priestertum als angeblicher Mittler zwischen Gott und Mensch, nimmt ihnen dabei die freie Sicht auf das befreiende Evangelium der Bibel und bietet ihnen statt dessen ihre eigenen Dienstleistungen an, welche sie aber nie zu jener Freiheit führen, welche JESUS jenen Menschen schenkt, die IHM ALLEIN glauben und vertrauen!

B e f r e i t ... durch JESUS kann ich heute in Dankbarkeit bezeugen, das der Herr mir völlige Vergebung durch sein vollkommenes Erlösungswerk geschenkt hat. Der Herr schenkt mir Gewissheit, das ER ALLES! bezahlt hat - einzig und allein durch sein kostbares Blut, welches ER für mich vergossen hat. Mehr brauche ich daher nicht, weder stellvertretendes Leiden oder "gute Werke" anderer Menschen - noch irgendwelche "Verdienstzuwendungen" aus der fiktiven "Schatzkammer" irgendeiner Kirche.
Der Friede aus dieser Gewissheit lässt mich einerseits unbelastet an dieses Thema herangehen. Es berührt mich andererseits aber dennoch auch persönlich, wenn ich sehe - wie Menschen diesen untauglichen Dingen mehr vertrauen als der unverbrüchlichen Zusage Gottes von der vollkommenen Vergebung durch das Opfer Christi, welche er uns in seinem Wort zusichert.

Was der Ablass nun konkret ist und woran er anknüpft - wie diese Lehre einer biblischen Beleuchtung stand hält, und was die katholische Kirche Zweiflern dieser Lehre zu sagen hat, über das alles möchte ich in den folgenden Seiten etwas näher eingehen ...

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Als ich anfing mich mit der Lehre vom Ablass zu beschäftigen, war mir von Anfang an bereits klar, das die Bibel hier keine Informationen dazu liefert. Nachdem ich diese Lehre nun verstanden habe, möchte ich sogar soweit gehen zu sagen, das man zentrale Säulen der Bibel und des christlichen Glaubens entfernen müsste, wollte man die Lehre vom Ablass widerspruchsfrei in die Bibel einfügen. Geeignete Quellen, um die Ablasslehre und ihre Hintergründe zu verstehen, fand ich in verschiedenen Quellen, vor allem aber im offiziellem Lehrbuch des katholischen Glaubens - dem Katechismus. Hier fand ich auch den grundlegenden "Unterbau", auf welchem diese Lehre ruht und ohne welchem diese gleichsam in der Luft hängt.


Erster Ankerpunkt für den Ablass: die "zeitlichen Sündenstrafen"

Eine der tragendsten Säulen für den Ablass ist gewiss die Aufgliederung bzw. Differenzierung der Sündenfolgen in die sogenannten "ewigen" - und "zeitlichen Sündenstrafen". Das diese grundlegende Unterscheidung neben anderen Dingen Voraussetzung für das Verständnis des Ablasses ist, bestätigt auch die katholische Kirche wenn sie sagt:

[1472] Um diese Lehre und Praxis der Kirche zu verstehen, müssen wir wissen, daß die Sünde eine doppelte Folge hat. Die schwere Sünde beraubt uns der Gemeinschaft mit Gott und macht uns dadurch zum ewigen Leben unfähig. Diese Beraubung heißt "die ewige Sündenstrafe". Andererseits zieht jede Sünde, selbst eine geringfügige, eine schädliche Bindung an die Geschöpfe nach sich, was der Läuterung bedarf, sei es hier auf Erden, sei es nach dem Tod im sogenannten Purgatorium [Läuterungszustand]. Diese Läuterung befreit von dem, was man "zeitliche Sündenstrafe" nennt. Diese beiden Strafen dürfen nicht als eine Art Rache verstanden werden, die Gott von außen her ausüben würde, sondern als etwas, das sich aus der Natur der Sünde ergibt......

[1473] Die Sündenvergebung und die Wiederherstellung der Gemeinschaft mit Gott bringen den Erlaß der ewigen Sündenstrafen mit sich. Zeitliche Sündenstrafen verbleiben jedoch. Der Christ soll sich bemühen, diese zeitlichen Sündenstrafen als eine Gnade anzunehmen, indem er Leiden und Prüfungen jeder Art geduldig erträgt und, wenn die Stunde da ist, den Tod ergeben auf sich nimmt. Auch soll er bestrebt sein, durch Werke der Barmherzigkeit und der Nächstenliebe sowie durch Gebet und verschiedene Bußübungen den "alten Menschen" gänzlich abzulegen und den "neuen Menschen" anzuziehen [Vgl. Eph 4,24].


Wer sühnt unsere Sünden ??

Die katholische Kirche verlässt hier aus meiner Sicht einmal mehr den biblischen Boden indem sie lehrt, das Gott strafgerichtliche Methoden nicht nur hinsichtlich jener Menschen anwendet, welche Gottes Versöhnung in seinem Sohn zeitlebens ablehnten, sondern auch hinsichtlich jener Erlösten, die zu Gott zurückgekehrt sind und - versöhnt durch den Sohn Gottes, Kinder des himmlischen Vaters wurden. Jesus spricht: "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen."
Johannes 5,24

Die katholische Kirche hingegen lehrt, dass Gott den Menschen zwar vergibt - gleichzeitig aber auch ein gewisses Strafmaß an ihnen lässt, welches in weiterer Folge vom Menschen selbst mittels "guter Werke", Leiden oder andere Methoden abgetragen werden muss. Solche Gedanken hegen ebenso die meisten heidnische Religionen. Dem biblisch-christlichen Glauben ist diese Handlungsweise Gottes dahingegen völlig fremd, denn Gott stellt sich uns in seinem Wort völlig anders vor! Ein eindrückliches Beispiel dazu finden wir im Gleichnis des verlorenen Sohnes.


Der verlorene Sohn

Hier nur ein Auszug dazu aus dem Lukasevangelium:
Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und hatte Erbarmen; und er lief, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, und ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen! Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringt das beste Festgewand her und zieht es ihm an, und gebt ihm einen Ring an seine Hand und Schuhe an die Füße; und bringt das gemästete Kalb her und schlachtet es; und lasst uns essen und fröhlich sein!
Lukas 15,20-23

Wenn die katholische Kirche nun lehrt, Gott würde "ewige Sündenstrafen" zwar vergeben, gleichzeitig aber auch noch "zeitliche Sündenstrafen" am Menschen anhängen lassen, so widerspricht sie damit nicht nur Gott in der Zusage seiner völligen Vergebung aus Jeremia 31,34 wo geschrieben steht: "Denn sie werden mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen, spricht der HERR; denn ich werde ihre Missetat vergeben und an ihre Sünde nicht mehr gedenken!". Sie stellt darüber hinaus Gott auch in einer ganz anderen Weise dar, als ER sich selbst uns in der Bibel vorstellt. Würde Gott hinsichtlich seiner Vergebung tatsächlich so handeln, wie die katholische Kirche es zu lehren versucht, so müsste auch jenes Gleichnis vom verlorenen Sohn entsprechend neu geschrieben werden. Der Ausgang des katholisch-angepassten Gleichnisses zum verlorenen Sohn müsste demnach etwa wie folgt aussehen ....

Der verlorene Sohn aus Lukas nach "katholischer Lesart":
Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und hatte Erbarmen; und er lief, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, und ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen! Der Vater blickte ihn an und sprach dann zu seinen Knechten: Bringt das Arbeitsgewand her und zieht es ihm an, und gebt ihm eine Schaufel in seine Hand und Stiefel an die Füße; und zeigt ihm, wie er alles wieder gut machen kann, was er mir angetan hat. Zeigt ihm seinen Arbeitsplatz; und lasst ihn arbeiten und ihn seine Mühe erleiden, damit meiner Rechtschaffenheit genüge getan wird, wenn ich ihn nun doch wieder in mein Haus aufnehme.


Gott vergibt heute wie damals

Wenn wir umkehren und zu Gott zurückkommen, weil wir schmachten und erkannt haben, dass wir Schuld vor Gott auf uns geladen haben weil wir ein Leben ohne unseren Schöpfer gegangen sind, dann steckt Gott uns in kein Knechtsverhältnis, wo wir dann unsere Schulden abarbeiten müssen - sondern er empfängt uns vielmehr so, wie er es uns in seinem Gleichnis vom verlorenen Sohn vor Augen führt. Er nimmt uns an als sein Kind und nimmt uns mit hinein in eine vertrauensvolle und väterliche Beziehung mit ihm.
Paulus schreibt dazu in Galater 4,6: Weil ihr nun Söhne seid, hat Gott den Geist seines Sohnes in eure Herzen gesandt, der ruft: Abba, Vater!


Die Grundlage der Vergebung

Die Bibel gibt keinerlei Hinweise darauf, dass Gott dem Menschen nach seiner Vergebung noch Sündenstrafen auferlegt, welche er selbst abzutragen hätte. Ganz im Gegenteil! Auch hat Jesus nie von Menschen etwaige "gute Werke" oder Leiden als Sühnung bzw. als Ausgleich für ihre Sündenschuld gefordert.

Die Bibel sagt uns dazu vielmehr: "Christus hat sich einmal zum Opfer dargebracht, um die Sünden vieler auf sich zu nehmen." Hebräer 9,28

Woanders bestätigt das Wort Gottes, dass " ... euch die Sünden vergeben sind um seines Namens willen... " und "... das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde." 1. Johannesbrief 2,12 und 1,7

Weiters lesen wir: "So sei euch nun kund, ihr Männer und Brüder, dass euch durch diesen Vergebung der Sünden verkündigt wird, und durch diesen wird jeder gerechtfertigt, der glaubt." Apostelgeschichte 13,38-39

Die ganze Bibel weist hinsichtlich Vergebung IMMER einzig und allein auf den Messias - auf den Erlöser hin!!! Der Gedanke, dass der Mensch selbst durch eigene Bemühungen oder Leiden zur Sühnung von Schuld beitragen könnte ist der Bibel völlig fremd! Dieses ist vielmehr zentrales Gedankengut heidnischer Religionen - wo ich persönlich daher auch die Herkunft dieser Dinge vermute. Diese falsche Lehre einer teilweisen Vergebung stützt daher in weiterer Folge zwar den katholischen Ablass - findet aber unmöglich Eingang in das Wort Gottes ohne dort gleichzeitig größte Widersprüche hervorzurufen.


Zweiter Ankerpunkt für den Ablass: der "Kirchenschatz"

Was aus dem bisher gesagten nun bereits erkennbar wurde ist die katholische Lehre darüber, dass Gott dem Menschen zwar vergibt - der Mensch aber dennoch ein "überzogenes Konto" einbehält, welches als Folge seiner Sünden mit "zeitlichen Sündenstrafen" belastet ist. Die katholische Kirche hält ihre Mitglieder nun dazu an, das "Konto" ihrer "zeitlicher Sündenstrafen" durch verschiedene Methoden vorzugsweise noch in diesem Erdenleben so weit wie möglich abzutragen, um dann im Idealfall mit "ausgeglichenem Konto" nach dem Tod sofort in den Himmel eingehen zu können.

Im Blick auf diesen Idealfall knüpft die katholische Kirche nun an und setzt den Gedanken dahingehend weiter fort, das bei besonders viel Verdiensten aufgrund "guter Werke" oder Leiden während des Erdenlebens, gelegentlich auch "Verdienstüberschüsse" erworben werden können. Das sind nach katholischem Verständnis genau genommen jene Verdienste, welche über jenes Maß hinausgehen - welche zum Ausgleich des eigenen "Sündenstrafkontos" nötig gewesen wären. Solche "Verdienstüberschüsse" stellen nach allgemeiner katholischer Meinung eher die seltene Ausnahme als die Regel dar. Die nach dem Tod einzelner Katholiken dennoch manchmal angeblich vorhandenen "Verdienstüberschüsse" gelangen auf ein "Sammelkonto" - dem sogenannten "Kirchenschatz".

Zu diesem "Kirchenschatz" lehrt die katholische Kirche:
[1476] Diese geistlichen Güter der Gemeinschaft der Heiligen nennen wir auch den Kirchenschatz. "Er ist nicht so etwas wie eine Summe von Gütern nach Art von materiellen Reichtümern, die im Lauf der Jahrhunderte angesammelt wurden. Vielmehr besteht er in dem unendlichen und unerschöpflichen Wert, den bei Gott die Sühneleistungen und Verdienste Christi, unseres Herrn, haben, die dargebracht wurden, damit die gesamte Menschheit von der Sünde frei werde und zur Gemeinschaft mit dem Vater gelange. Der Kirchenschatz ist Christus, der Erlöser, selbst, insofern in ihm die Genugtuungen und Verdienste seines Erlösungswerkes Bestand und Geltung haben

[1477] "Außerdem gehört zu diesem Schatz auch der wahrhaft unermeßliche, unerschöpfliche und stets neue Wert, den vor Gott die Gebete und guten Werke der seligsten Jungfrau Maria und aller Heiligen besitzen. Sie sind den Spuren Christi, des Herrn, mit seiner Gnade gefolgt, haben sich geheiligt und das vom Vater aufgetragene Werk vollendet. So haben sie ihr eigenes Heil gewirkt und dadurch auch zum Heil ihrer Brüder in der Einheit des mystischen Leibes beigetragen"


Das fertige Ablasskonstrukt

Hier nähern wir uns nun der Zielgeraden und man mag bereits erkennen, worauf es hinauslaufen wird....

Da ist auf der einen Seite ein angeblich "überreich gefülltes Sammelkonto" mit angeblichen Verdienstüberschüsse von Jesus, Maria und einer Vielzahl von "Heiligen" - auf der anderen Seite sind Menschen mit mehr oder weniger hoch angehäuften "Sündenstrafkonten", oder auch "arme Seelen" im "Fegefeuer" - welche eben wegen ihrer noch nicht vollständig abgetragenen "Sündenstrafenkonten" an diesen Ort Leiden und Qual ertragen müssen.
In der Mitte von diesen beiden aber nun eine Kirche, welche von sich behauptet, sowohl Zugriff auf alle "Konten" zu haben - als auch "Vollmacht zu Überweisungen" vom "Kirchenschatzkonto" auf jegliches "Sündenstrafenkonto" zu besitzen.

Die katholische Kirche lehrt dieses in ihren eigenen Worten wie folgt:
[1478] Der Ablass wird gewährt durch die Kirche, die kraft der ihr von Jesus Christus gewährten Binde- und Lösegewalt für den betreffenden Christen eintritt und ihm den Schatz der Verdienste Christi und der Heiligen zuwendet, damit er vom Vater der Barmherzigkeit den Erlaß der für seine Sünden geschuldeten zeitlichen Strafen erlangt. Auf diese Weise will die Kirche diesem Christen nicht nur zu Hilfe kommen, sondern ihn auch zu Werken der Frömmigkeit, der Buße und der Nächstenliebe anregen

[1479] Da die verstorbenen Gläubigen, die sich auf dem Läuterungsweg befinden, ebenfalls Glieder dieser Gemeinschaft der Heiligen sind, können wir ihnen unter anderem dadurch zu Hilfe kommen, daß wir für sie Ablässe erlangen. Dadurch werden den Verstorbenen im Purgatorium für ihre Sünden geschuldete zeitliche Strafen erlassen.


Die geschichtliche Tragödie

Das die katholische Kirche diese "Sonderdienstleistungen" bezüglich der Verwaltung und Vermittlung dieser angeblich auf "hoher Kante" liegenden Verdienste nicht immer kostenlos anbot - sondern lange Zeit im Rahmen des mittelalterlichen Ablasshandels auch kräftigst dafür abkassierte, ist allgemein bekannt. Daher möchte ich darauf auch nicht mehr weiter eingehen. Ungleich schwerwiegender als die Tatsache, das gutgläubige Menschen für Ablasszettel oft viel Geld ausgaben, scheint mir ohnehin der Umstand, das diese Menschen darüber hinaus auch umsonst ihre Hoffnungen daran klammerten und den Betrug wohl meist erst merkten, als es bereits zu spät war. Das Hauptproblem eines bleiernen Rettungsrings ist schließlich auch nicht ein eventuell hoher Preis, sondern vielmehr der Umstand, das er im Einsatzfall dann eben nicht schwimmt.


Der Ablass - das fünfte Rad am Wagen

Wer reumütig und im vollen Bewusstsein seiner Schuld zu Gott zurückkehrt und Gottes vollkommene Vergebung durch die Sühnung der Sünden im vergossenen Blut und im stellvertretenen Leiden und Sterben Jesu Christi am Kreuz vertrauensvoll im Glauben annimmt, der erfährt vollkommene Vergebung - gleichwie Jesus es uns im Gleichnis vom verlorenen Sohn vor Augen führt. Sind wir auf diese Weise zum Leben gelangt, dann haben wir in Jesus einen Mittler bei Gott welcher sich für uns einsetzt. Wenn wir in unserer Schwäche wieder fallen und sündigen, so dürfen wir wieder aufstehen und haben das Privileg, mit unserer Sünde direkt zu Jesus zu kommen, um diese vor IHM zu bekennen und dadurch wieder frei zu werden von aller Schuld.

Gott bestätigt uns dieses in seinem Wort: "Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit."
1. Johannes 1,9

Darum weiss ich, das ich weder "Kirchenschatz" noch Ablass brauche, weil Gott mir die Sühnung für meine vor IHM bekannten Sünden durch sein Wort, und nicht durch einen Ablass zuspricht. Ich nehme diese im vertrauenden Glauben an sein Wort an, und nicht durch das Erfüllen von Satzungen und Regelungen welche von Menschen aufgestellt wurden. JESUS SELBST als der Hohepriester bedeckt meine Sünden mit seinem vergossenen Blut und macht mich so trotz meiner Sünden annehmbar von Gott in seiner Heiligkeit.


Die katholische Reaktion

Das die katholische Kirche es verständlicherweise nun nicht so gerne sieht, wenn Menschen ihre diesbezüglichen "besonderen Dienstleistungen" in biblisch begründender Weise zurückweisen und ablehnen, ist verständlich. Wie sie dazu offiziell Stellung nimmt, wird in einem Dokument aus dem Jahr 1967 ersichtlich: "Die heilige Kirchenversammlung lehrt und gebietet, daß der Gebrauch von Ablässen ... beibehalten werden muss. Und sie verurteilt diejenigen mit Ausschluß, die sie für unnütz erklären oder die der Kirche das Recht absprechen, sie zu verleihen"

Dieser Beschluss zum Ausschluss bibelgläubiger Christen aus der katholischen Kirche und die Abgrenzung zu ihnen scheint mir persönlich aufgrund der doch erheblich unterschiedlichen Sichtweisen durchaus legitim und angemessen.

 


Einige abschließende persönliche Worte an dich ...

Ich möchte dich nun abschließend einladen, die Bibel zur Hand zu nehmen und zu prüfen! Vertraue in Fragen der Ewigkeit nicht ungeprüft auf Menschen, sondern prüfe sowohl meine Aussagen als auch die Lehre der katholischen Kirche. Du kannst dich vor dem Richterstuhl Gottes nicht auf Menschen berufen, denn Gott hat dir sein Wort gegeben, an welchem du hättest prüfen und die Wahrheit herausfinden können. Bring dich nicht in die Situation, wo du einst vor Gott sagen musst: "Ich habe eben blind vertraut." oder "Ich hatte keine Zeit zu prüfen." oder gar "Es hat mich einfach nicht interessiert."

In Jeremia 29,13 gibt Gott uns ein großes und wunderbares Versprechen ...
Er sagt: Ja, ihr werdet mich suchen und finden,
wenn ihr von ganzem Herzen nach mir verlangen werdet.

Menschen brechen ihr Wort - Gott aber wird sein Wort nicht brechen.
Gott lässt sich von uns finden, wenn wir von ganzen Herzen nach ihm verlangen -
diese Wahrheit kann ich persönlich bezeugen. Wenn du Gott aber suchst, so suche ihn dort, wo er sich uns offenbart hat - in seinem Wort der Bibel.
Wenn du keine Bibel hast, so möchte ich dir sehr gerne eine schenken.

Gerne würde ich auch deine Meinung zu dem hier Geschriebenen lesen.
Über die Kontaktseite besteht die Möglichkeit, mir zu schreiben.
Danke für dein Interesse, und falls ich von dir zu lesen bekomme -
auch Danke für deine Zeilen.

Reinhold Keinberger
www.come2life.at