Die römisch-katholische Kirche
lehrt über das Fegefeuer:

[1030] Wer in der Gnade und Freundschaft Gottes stirbt, aber noch nicht vollkommen geläutert ist, ist zwar seines ewigen Heiles sicher, macht aber nach dem Tod eine Läuterung durch, um die Heiligkeit zu erlangen, die notwendig ist, in die Freude des Himmels eingehen zu können.
(aus dem Katechismus der katholischen Kirche)

Nach der Lehre der göttlichen Offenbarung folgen aus den Sünden von Gottes Heiligkeit und Gerechtigkeit auferlegte Strafen. Sie müssen in dieser Welt durch Leiden, Not und Mühsal des Lebens und besonders durch den Tod, oder in der künftigen Welt durch Feuer und Qual oder Reinigungsstrafen abgebüßt werden....
Diese Strafen werden nach Gottes gerechten und Barmherzigen Urteil auferlegt zur Reinigung der Seelen, zum Schutz der Heiligkeit der sittlichen Ordnung und zur Wiederherstellung der Ehre Gottes in ihrer ganzen Majestät.
(aus Apostolische Konstitution über die Neuordnung des Ablasswesens 1967)

Das auch nach der Sündenvergebung noch Strafen abzubüßen und Überbleibsel der Sünden zu tilgen bleiben können und tatsächlich bleiben, zeigt ganz deutlich die Lehre vom Reinigungsort. Hier werden ja die Seelen der Verstorbenen, die "mit wahrer Buße in der Liebe Gottes gestorben sind, ohne zuvor durch würdige Früchte der Buße für ihre Vergehen und Unterlassungen Genugtuung geleistet zu haben" [Zitat des 2. Konzils zu Lyon], nach dem Tode durch Reinigungsstrafen geläutert.
(aus einer nachkonziliaren Dokumentation)


Die katholische Kirche lehrte mich durch die von ihr festgelegten Glaubenslehre vom Fegefeuer (Purgatorium), ich müsse nicht nur vor, sondern ggf. auch noch nach meinem Tod Sühnung bzw. Läuterung für meine Sündenschuld erbringen, um auf diese Weise durch Leiden und Qual einen bestimmten Grad der "Heiligkeit" zu erlangen, welche mir sodann erst den Zugang in die Gegenwart Gottes eröffnet.

Gott hingegen ließ mich in seinem Wort in der Bibel erkennen, dass ich als Sünder die Sühnung meiner Sünden weder erwirken - noch dazu beitragen kann, sondern das allein Christi Blut, welches er für mich am Kreuz vergossen hat, mich von meiner Sündenschuld zu reinigen vermag! Nur die persönliche Annahme dieses Sühnopfers Christi in seinem vergossenen und teurem Blut stellt für mich jenen Kaufpreis dar, welchen Gottes Gerechtigkeit fordert, um so die offene Schuld für meine Sünden zu bezahlen. Dieses am Kreuz vergossene Blut als das hohe Lösegeld, welches nötig war um mich loszukaufen, ist nicht nur vollkommen genügend - ich brauche und kann (!!) ihm selbst auch absolut nichts hinzufügen!

Indem ich meine Schuld vor Gott bekannt habe und Christi vergossenes Blut am Kreuz als Sühnung und Läuterung für meine Sünden demütig im vertrauendem Glauben als Gnadengeschenk angenommen habe, "verband" ich mich mit diesem stellvertretenden Opfer Jesu Christi am Kreuz von Golgatha und nahm so auf diese Weise das von Gott verlangte Lösegeld dankend für mich persönlich in Anspruch. Auf dieser Grundlage habe ich Erlösung und Vergebung empfangen - und wurde so auch reingewaschen von aller Sündenschuld. So bin ich durch diese vollkommene Gnade Gottes auch vollkommen gerechtfertigt vor Gott, weil keinerlei Schuld vor Gott mehr offen ist, welche durch das teure Blut Jesu nicht bedeckt und beglichen ist.

Weil die katholische Kirche mich lange Zeit lehrte, dass meine Sünden auch "zeitliche Sündenstrafen" nach sich zögen, für welche Gott Genugtuung in Form von ausgleichenden guten Werken und aufopferndem Leiden in diesem Leben, als auch einer qualvollen Läuterung meiner bis dahin noch unbeglichenen Sündenstrafen nach meinem Tod im Fegefeuer fordere, versperrte sie mir mit dieser Lehre den Blick auf jenes große Gnadengeschenk, welches Jesus durch sein Liebesopfer am Kreuz für mich erwirkt hat, und verstellte mir auf diese Weise auch lange Zeit den Weg zu Gott und zu SEINER Vergebung und Erlösung.

Als ich dann sehr spät und trotz meiner religiösen Verblendung - jedoch gezogen von Gott - doch zu jener großen und herrlichen Wahrheit der Gnade Gottes hindurchgedrungen bin, kamen mir hinsichtlich der Lehrer meiner früheren Kirche folgende Worte Jesu in den Sinn: "Aber wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr das Reich der Himmel vor den Menschen zuschließt! Ihr selbst geht nicht hinein, und die hinein wollen, die lasst ihr nicht hinein."
Matthäus 23,13

Ich habe erkannt, dass die Lehre vom Fegefeuer - welche Läuterung von "zeitlichen Sündenstrafen" und die Erreichung von Heiligkeit durch Leiden lehrt - unmöglich vereinbar ist mit dem Evangelium von der vollkommenen Vergebung und Sühnung durch das Kreuzesopfer meines Erlösers Jesus Christus. Ich stellte mir daher die Frage nach der Grundlage dieser irreführenden Lehre und suchte nach den tatsächlichen Wurzeln und der geschichtlichen Entwicklung. Dabei habe ich auch festgestellt, dass die katholische Kirche wohl bereits schon vor vielen Jahrhunderten von bibelgläubigen Christen auf diese Widersprüche hingewiesen worden sein musste.

Bemerkenswert fand ich die Reaktion Roms zu dieser Konfrontation ...


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