Die römisch-katholische Kirche
lehrt über das Fegefeuer:

[1030] Wer in der Gnade und Freundschaft Gottes stirbt, aber noch nicht vollkommen geläutert ist, ist zwar seines ewigen Heiles sicher, macht aber nach dem Tod eine Läuterung durch, um die Heiligkeit zu erlangen, die notwendig ist, in die Freude des Himmels eingehen zu können.
(aus dem Katechismus der katholischen Kirche)

Nach der Lehre der göttlichen Offenbarung folgen aus den Sünden von Gottes Heiligkeit und Gerechtigkeit auferlegte Strafen. Sie müssen in dieser Welt durch Leiden, Not und Mühsal des Lebens und besonders durch den Tod, oder in der künftigen Welt durch Feuer und Qual oder Reinigungsstrafen abgebüßt werden....
Diese Strafen werden nach Gottes gerechten und Barmherzigen Urteil auferlegt zur Reinigung der Seelen, zum Schutz der Heiligkeit der sittlichen Ordnung und zur Wiederherstellung der Ehre Gottes in ihrer ganzen Majestät.
(aus Apostolische Konstitution über die Neuordnung des Ablasswesens 1967)

Das auch nach der Sündenvergebung noch Strafen abzubüßen und Überbleibsel der Sünden zu tilgen bleiben können und tatsächlich bleiben, zeigt ganz deutlich die Lehre vom Reinigungsort. Hier werden ja die Seelen der Verstorbenen, die "mit wahrer Buße in der Liebe Gottes gestorben sind, ohne zuvor durch würdige Früchte der Buße für ihre Vergehen und Unterlassungen Genugtuung geleistet zu haben" [Zitat des 2. Konzils zu Lyon], nach dem Tode durch Reinigungsstrafen geläutert.
(aus einer nachkonziliaren Dokumentation)


Die katholische Kirche lehrte mich durch die von ihr festgelegten Glaubenslehre vom Fegefeuer (Purgatorium), ich müsse nicht nur vor, sondern ggf. auch noch nach meinem Tod Sühnung bzw. Läuterung für meine Sündenschuld erbringen, um auf diese Weise durch Leiden und Qual einen bestimmten Grad der "Heiligkeit" zu erlangen, welche mir sodann erst den Zugang in die Gegenwart Gottes eröffnet.

Gott hingegen ließ mich in seinem Wort in der Bibel erkennen, dass ich als Sünder die Sühnung meiner Sünden weder erwirken - noch dazu beitragen kann, sondern das allein Christi Blut, welches er für mich am Kreuz vergossen hat, mich von meiner Sündenschuld zu reinigen vermag! Nur die persönliche Annahme dieses Sühnopfers Christi in seinem vergossenen und teurem Blut stellt für mich jenen Kaufpreis dar, welchen Gottes Gerechtigkeit fordert, um so die offene Schuld für meine Sünden zu bezahlen. Dieses am Kreuz vergossene Blut als das hohe Lösegeld, welches nötig war um mich loszukaufen, ist nicht nur vollkommen genügend - ich brauche und kann (!!) ihm selbst auch absolut nichts hinzufügen!

Indem ich meine Schuld vor Gott bekannt habe und Christi vergossenes Blut am Kreuz als Sühnung und Läuterung für meine Sünden demütig im vertrauendem Glauben als Gnadengeschenk angenommen habe, "verband" ich mich mit diesem stellvertretenden Opfer Jesu Christi am Kreuz von Golgatha und nahm so auf diese Weise das von Gott verlangte Lösegeld dankend für mich persönlich in Anspruch. Auf dieser Grundlage habe ich Erlösung und Vergebung empfangen - und wurde so auch reingewaschen von aller Sündenschuld. So bin ich durch diese vollkommene Gnade Gottes auch vollkommen gerechtfertigt vor Gott, weil keinerlei Schuld vor Gott mehr offen ist, welche durch das teure Blut Jesu nicht bedeckt und beglichen ist.

Weil die katholische Kirche mich lange Zeit lehrte, dass meine Sünden auch "zeitliche Sündenstrafen" nach sich zögen, für welche Gott Genugtuung in Form von ausgleichenden guten Werken und aufopferndem Leiden in diesem Leben, als auch einer qualvollen Läuterung meiner bis dahin noch unbeglichenen Sündenstrafen nach meinem Tod im Fegefeuer fordere, versperrte sie mir mit dieser Lehre den Blick auf jenes große Gnadengeschenk, welches Jesus durch sein Liebesopfer am Kreuz für mich erwirkt hat, und verstellte mir auf diese Weise auch lange Zeit den Weg zu Gott und zu SEINER Vergebung und Erlösung.

Als ich dann sehr spät und trotz meiner religiösen Verblendung - jedoch gezogen von Gott - doch zu jener großen und herrlichen Wahrheit der Gnade Gottes hindurchgedrungen bin, kamen mir hinsichtlich der Lehrer meiner früheren Kirche folgende Worte Jesu in den Sinn: "Aber wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr das Reich der Himmel vor den Menschen zuschließt! Ihr selbst geht nicht hinein, und die hinein wollen, die lasst ihr nicht hinein."
Matthäus 23,13

Ich habe erkannt, dass die Lehre vom Fegefeuer - welche Läuterung von "zeitlichen Sündenstrafen" und die Erreichung von Heiligkeit durch Leiden lehrt - unmöglich vereinbar ist mit dem Evangelium von der vollkommenen Vergebung und Sühnung durch das Kreuzesopfer meines Erlösers Jesus Christus. Ich stellte mir daher die Frage nach der Grundlage dieser irreführenden Lehre und suchte nach den tatsächlichen Wurzeln und der geschichtlichen Entwicklung. Dabei habe ich auch festgestellt, dass die katholische Kirche wohl bereits schon vor vielen Jahrhunderten von bibelgläubigen Christen auf diese Widersprüche hingewiesen worden sein musste.

Bemerkenswert fand ich die Reaktion Roms zu dieser Konfrontation ...


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Der biblische Rechtferigungsversuch Roms

Meine Nachforschungen und Überlegungen zur Fegefeuerlehre ließen mich keine tatsächlich tragfähigen Anknüpfungspunkte in der Bibel finden. All jene dahingehenden Versuche seitens der katholischen Kirche, diese Lehre dennoch auch biblisch zu stützen, knüpfen entweder an äußerst fragwürdige Auslegungen einzelner Bibelverse an, oder greifen gar gleich auf Textstellen apokrypher Schriften zurück (Schriften, die der Bibel von der katholischen Kirche erst später hinzugefügt wurden). Es macht nun aber meiner Meinung nach wirklich keinen Sinn, die Grundlage und den Maßstab der Wahrheit - welches die Bibel in ihrem Original ist, durch nachträglich zugefügte Ergänzungen einer eigenen Lehre anzugleichen um diese dann zu bestätigen. Damit macht man bloß den Maßstab unbrauchbar - indem man das ursprünglich Gerade (Bibel) durch Zutun (Apokryphen) dem Krummen (Ablasslehre) anpasst. Wer so vorgeht, stellt sich selbst das Bein!


Zentraler Ankerpunkt der Fegefeuerlehre

Ein zweiter und genauerer Blick auf jene spezielle Lehre des Fegefeuers zeigte mir aber dann den hauptsächlichen und wohl wesentlichen Ankerpunkt jener Lehre, welcher in der Annahme begründet liegt - der sündige Mensch könne durch eigene Qual und Leiden jene Genugtuung für Sünden erbringen, welche Gottes Gerechtigkeit und Heiligkeit fordert.
Diese Annahme ist falsch und die Folgen des Vertrauens in eine solche Annahme sind gravierend, tragisch und traurig zugleich, weil sie den Menschen nicht unter das befreiende Kreuz Jesu führt, sondern zu Askese, Selbstkasteiung und Selbstaufopferung - welches aber wiederum keinen Weg zu Gott darstellt, sondern den Menschen vielmehr vom einzigen Weg durch Jesus wegführt.
Gott sagt uns in seinem Wort ganz deutlich, dass er uns nicht durch unser Leiden, sondern durch das Leiden Jesu zu ihm führt und uns durch dieses mit sich versöhnt: "Denn auch Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte; und er wurde getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht durch den Geist,..." 1. Petrus 3,18


Verkennung der Tragweite der Sünde

Die Annahme, der Mensch könne durch eigene Leiden und Qual jene Genugtuung erwirken, welche Gottes Gerechtigkeit als Ausgleich für Sündenschuld fordert, unterschätzt wohl eher die tatsächliche Tragweite und Schwere der Sünde und überschätzt gleichzeitig den "Wert" menschlichen Leidens vor Gott. Die Tatsache, dass aufopferndes Leiden keine Sündenschuld oder "Sündenstrafe" von uns hinwegnehmen kann, können wir auch ganz einfach darin erkennen, das Gott durch sein Wort in der Bibel uns dahingehend weder anleitet noch uns dazu ermutigt. So finden wir zwar in vielen heidnischen Religionen sehr viele und oft auch teils sehr starke Elemente solcher Bemühungen - durch eigenes Leiden Vergebung und somit einen gnädigen Gott zu finden - im christlichen Glauben und im Evangelium vom Kreuz und der Gnade Gottes sind solche Elemente aber Fremdkörper welche unmöglich Platz darin finden.


Gottes bereiteter Weg zur Errettung und zur Vergebung

Das Grundproblem - unsere Sünden:
Gott macht uns durch sein Wort vielmehr etwas völlig anderes deutlich, indem er uns einerseits die tatsächliche Schwere der Sünde vor Augen führt und uns andererseits aufruft und anleitet, den einzigen Weg zu gehen, den ER durch seinen Sohn Jesus Christus und durch sein Opfer am Kreuz bereitet hat.
Zur tatsächlichen Schwere und Tragweite der Sünde sagt uns Paulus in
Römer 6,23: "Denn der Lohn der Sünde ist der Tod"
Ein Richter, der nicht verurteilen kann, sondern Schuldige freispricht, gesellt sich zum Verbrecher und macht sich so selbst schuldig da er ungerecht handelt!
Wenn daher nun der Lohn- bzw. die gerechte Strafe für Sünde der Tod ist, dann fordert es Gottes Gerechtigkeit, dass dieser Preis des Todes bezahlt werden muss! Das Todesurteil MUSS vollstreckt werden, um so die gerechte Strafe zu bezahlen und die Schuld der Sünde auf diese Weise zu sühnen.

Gottes Gerechtigkeit:
Wir lesen weiterhin in der Bibel, dass Gottes Gerechtigkeit es fordert, dass zur Vergebung von Sünde Blut vergossen werden muss und lesen dazu in Hebräer 9,22: "...und fast alles wird nach dem Gesetz mit Blut gereinigt, und ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung." Da das Fegefeuer nach katholischer Lehre aber ein Ort des "reinigenden Feuers" ist, wo gar kein Blut zur Sühnung vergossen wird, widerspricht diese Lehre im weiteren auch hier dem Wort Gottes. Beachten wir weiterhin aufmerksam das Wort Gottes, dann sehen wir auch, das für das Versöhnungsopfer, welches jene Kraft und jenen Wert hat, unsere Schuld zu bezahlen, vollkommen fehlerfrei und makellos sein muss - es muss völlig frei von jeglicher Sünde sein. Da sich der Mensch aber gerade eben durch seine Sünde in jener verlorenen Lage befindet, kann er von hier aus auch selbst nichts dazu beitragen, um sich gewissermaßen am "eigenen Schopf aus dem Morast zu ziehen".
Es muss jemand sein, der nicht ebenso in der Grube ist - jemand, welcher in der Lage ist, uns daraus zu befreien - jemand also, der selbst frei von jeder Sünde ist.

Die (Er)Lösung in JESUS CHRISTUS:
Wir sehen hier deutlich, dass alles auf JESUS hinausläuft, der als der Mensch gewordene Sohn Gottes der einzige ohne Sünde war, und so jene Forderung erfüllen konnte, welche von der Gerechtigkeit Gottes gefordert war und welcher sie auch erfüllte und das vollkommene Opfer am Kreuz vollbrachte.
So wie wir es auch bei Petrus 3,18 lesen können - dass ER, der Gerechte und Sündlose, für uns, die Ungerechten und sündigen Menschen gelitten und sein Blut für uns vergossen hat, um so Genugtuung zu leisten für unsere Sündenschuld. Denn viel zu hoch ist die Schuld des Sünders, und viel zu wenig kann er selbst durch gute Werke oder Leiden erbringen, um etwa auf diese Weise selbst den Ausgleich für seine Schuld erwirken zu können. Jesus hat als der Sohn Gottes und als Mensch DURCH SEIN LEIDEN das hohe Lösegeld zur Begleichung unserer Sündenschuld erwirkt, und hat durch seinen Tod am Kreuz den Sold der Sünde stellvertretend für uns bezahlt. Der Kaufpreis ist somit bereitgestellt und mittels BUSSE und GLAUBE bietet Gott uns an, durch dieses Lösegeld von unserer Sündenschuld losgekauft zu werden.


Gottes Bestätigung der Sühnung unserer Sünden
durch das Blut Jesu Christi

Weil die biblische Wahrheit hier nun in ihrer Aussage von der "Reinigung und Sühnung durch das Blut Christi mittels des Glaubens" der wesentlichen Aussage der Fegefeuerlehre von der "Reinigung und Sühnung nach dem Tod durch Leiden und Qual im Fegefeuer" im direkten Widerspruch steht, möchte ich hierzu nun einige Bibelverse zitieren:

... wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde.
1.Johannes 1,7

... In ihm haben wir die Erlösung d.h. den Loskauf aus Sünde und Gericht. durch sein Blut, die Vergebung der Übertretungen nach dem Reichtum seiner Gnade
Epheser 1,7

Er hat uns errettet aus der Herrschaft der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe, in dem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden.
Kolosser 1,14

Denn das ist mein Blut, das des neuen Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
Matthäus 26,28

... wieviel mehr wird das Blut des Christus, der sich selbst durch den ewigen Geist als ein makelloses Opfer Gott dargebracht hat, euer Gewissen reinigen von toten Werken, damit ihr dem lebendigen Gott dienen könnt.
Hebräer 9,14

...und von Jesus Christus, dem treuen Zeugen, dem Erstgeborenen aus den Toten und dem Fürsten über die Könige der Erde. Ihm, der uns geliebt hat und uns von unseren Sünden gewaschen hat durch sein Blut, und uns zu Königen und Priestern gemacht hat für seinen Gott und Vater - Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
Offenbarung 1,5-6

... dieser ist die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Ausdruck seines Wesens und trägt alle Dinge durch das Wort seiner Kraft; er hat sich, nachdem er die Reinigung von unseren Sünden durch sich selbst vollbracht hat, zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt.
Hebräer 1,3


Persönlich erlebt ...

DIESE WAHRHEIT im Wort Gottes habe ich erkannt und angenommen und sie hat mich frei gemacht! Ich habe zuvor erkannt, dass ich vor Gott durch meine Sünden hoffnungslos verschuldet bin und es selbst nicht vermag, diesen Schuldenberg jemals durch gute Werke "abzutragen". Ich bin dann im Bewusstsein meiner ganzen Schuld im Gebet zu IHM gegangen - habe vor ihm in gewisser Weise meinen "Privatkonkurs" hinsichtlich meiner Sündenschuld angemeldet und meine tief roten Konten vor IHM offengelegt. An diesem Punkt gab Gott mir das Angebot des vollen Schuldenausgleichs meiner Sünden durch das Opfer seines Sohnes am Kreuz zu erkennen, und ich nahm es dankbar im vollen Vertrauen und im Glauben an. Daraufhin hat ER meinen Schuldschein genommen, hat ihn zerrissen und hat so hinweggenommen, was bis dahin wie eine trennende Wand zwischen mir und Gott stand. So habe ich zu Gott gefunden. Nicht durch "gute Werke", nicht durch Leiden, nicht durch die Hoffnung, im Fegefeuer meine Sünden abbüßen zu können.
Nein! - JESUS hat bereits alles für mich getan. ER hat all meine Sünden auf sich geladen und ist mit all meiner Schuld an meiner statt ans Kreuz gegangen um dort für mich den "Kaufpreis" zu bezahlen, welcher von der Gerechtigkeit gefordert war.

Das habe ich erkennen und persönlich ERLEBEN dürfen.
Das ist jene Wahrheit und jener einzige Weg, welchen Gott nicht nur mir, sondern auch JEDEM anderen Menschen heute eröffnet hat, welcher Buße tut, dieses Gnadengeschenk im Glauben annimmt und nicht länger versucht, Sühnung für seine Sünden durch eigene Werke und eigenes Leiden zu erwirken. Ich bin mir daher durch die Gnade Gottes meines Heils gewiss und weiß mich aufgrund dieser vollkommenen Erlösung durch meinen Herrn Jesus Christus auch vollkommen errettet und von Gott als sein Kind angenommen. Sollte es tatsächlich ein Fegefeuer geben, so wüsste ich beim besten Willen nicht, was ich dort verloren hätte, weil ich weiß - dass mein Herr bereits für all meine Schuld bezahlt hat. Sollte es daher das Fegefeuer tatsächlich geben, so sind in diesem ganz gewiss keine erlösten Christen, welche durch die Gnade Gottes bereits VOLLE SÜNDENVERGEBUNG DURCH JESUS empfangen haben.


Eigene Verdieste durch Werke und Leiden contra Gnadengeschenk

Dass dieses Zeugnis und diese Botschaft vom Kreuz und der Errettung allein durch die Gnade mittels des Glaubens, den "Gescheiten" eine Torheit und den "Religiösen" ein Ärgernis ist, weiß mittlerweile nicht nur ich - sondern davon wusste bereits Paulus im 1. Korinther 1,23 gleichsam "ein Lied zu singen". Religiösen Menschen ist diese "geschenkte Gnade" wohl meist zu "billig" und es widerstrebt vielleicht manchmal auch ein wenig ihrem eigenen Stolz, auf diese Weise nichts zu ihrer Errettung beitragen zu können. Darum lassen sie das vollkommene Gnadengeschenk des Erlösungswerks Christi mittels der gläubigen Annahme links liegen und versuchen lieber weiterhin durch Werke und Leiden Genugtuung für ihre Sünden zu erlangen, um sich so den Himmel doch wenigstens "einwenig mit zu verdienen". So bildet das Fegefeuer den krönenden aber traurigen Abschluss in diesen untauglichen Bemühungen, selbst nach dem Tod noch jenes unnütze Leidenswerk fortzusetzen, um auf diese Weise von Gott angenommen werden zu können.


Historische Wurzeln der Fegefeuerlehre

Nachdem ich erkannte, dass die zentrale Aussagen der katholischen Fegefeuerlehre keinen Platz im Rahmen des christlich-biblischen Glauben finden können, vermutete ich auch die Wurzeln dieser Lehre nicht mehr in der Bibel oder im Glauben der frühen Christengemeinden.

Ich stellte fest, dass jene Vorstellungen eines letzten Reinigungsortes erstmals im Jahre 593 von Papst Gregor dem Großen verbreitet wurden, welche er in der Auslegung gründete: "Man muss glauben, daß es vor dem Gericht für gewisse leichte Sünden noch ein Reinigungsfeuer gibt, weil die ewige Wahrheit sagt, daß, wenn jemand wider den Heiligen Geist lästert, ihm 'weder in dieser noch in der zukünftigen Welt' vergeben wird (Mt 12,32). Aus diesem Ausspruch geht hervor, daß einige Sünden in dieser, andere in jener Welt nachgelassen werden können"

Nach diesen ersten Lehransätzen dauerte es dann noch über 800 Jahre, bis die Lehre vom Fegefeuer auf dem Konzil zu Florenz im Jahre 1439 zum Dogma - und somit zum offiziellen katholischen Glaubensgut wurde. Die somit von der katholischen Kirche offiziell festgesetzte Lehre darüber, dass liebe verstorbene Angehörige oder Freunde nun nach ihrem Tod an einem Ort der Pein und Qualen schmachten müssten, bevor sie in die ewige Ruhe im Himmel eingehen können, blieb nicht lange ohne Folgen.

So erweiterte wenig später durch Anregung des Augustinermönchs Trionfo, Papst Johannes XXII die bis dahin bereits behauptete "Binde- und Lösegewalt" über die irdische und die himmlische Welt, auch noch auf den Reinigungsort des Fegefeuers. Der Papst erhob damit nun den Anspruch, jene Schlüsselgewalt, welche die Tore des Himmels zu öffnen und zu schließen vermochte, auch für jene Seelen im Fegefeuer zu verwalten. Dieser "neue Markt" eröffnete der katholischen Kirche eine neue und sehr erträgliche Einnahmequelle, indem sie in weiterer Folge sogenannte "Ablässe" herausgab und diese für teils bare Münze den Menschen mit der Parole - "Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele (aus dem Fegefeuer) in den Himmel springt" verkaufte.
Auf das Ablasswesen möchte ich aber an anderer Stelle noch weiter eingehen.


Glaube an Wort Gottes bewirkt katholischen Kirchenausschluss ...

Nun haben bibelgläubige Christen bereits bald nach offizieller Einführung der Lehre vom Fegefeuer auf die Widersprüche aufmerksam gemacht und dieser unbiblischen Lehre die Wahrheit im Wort Gottes entgegengestellt. Die römisch-katholische Kirche hat das Gnadenangebot Gottes im vollkommenen Sühneopfer Christi zwar ganz offensichtlich sehr richtig erkannt - dieses aber bewusst verworfen und abgelehnt.
Im Konzil zu Trient wurde hierzu festgelegt:
"Wer behauptet, nach erlangter Rechtfertigungsgnade werde jedem bußfertigen Sünder die Schuld so erlassen und die Strafwürdigkeit für die ewige Strafe so getilgt, dass auch keine Strafwürdigkeit zu einer zeitlichen Strafe mehr abzubüßen bleibe, sei es in diesem Leben oder in der zukünftigen, im Fegefeuer, bevor der Zugang zum Himmelreich offensteht, der sei ausgeschlossen."

Ich war erstaunt, als ich in jener Zeit da ich noch Mitglied der katholischen Kirche war, diesen Absatz las - welcher einleitend doch so punktgenau jenes große Geschenk beschrieb, welches ich durch Gottes Gnade erkennen und erleben durfte, bis ich schließlich an jenen drei abschließenden und ausschließenden Wörtern angekommen war - ".... der sei ausgeschlossen". Ich fand mich aber sehr bald damit ab, als ich erkannte, dass dieser Ausschlussgrund, welcher mir letztlich ja bloß vorwarf, dem biblischen Glauben anzuhängen, nicht der einzige war, sondern all das, was ich durch die Gnade empfangen hatte, von der katholischen Kirche abgelehnt wurde.
Mir wurde sehr bald klar, dass ich mich in der katholischen Kirche - hinsichtlich der Lehre vom Fegefeuer und der Lehre von den "zeitlichen Sündenstrafen", für welche ich angeblich selbst Wiedergutmachung und Genugtuung vor Gott zu leisten gehabt hätte - im falschen Zug befand.

Es scheint mir heute aber auch sehr aufschlussreich, dass die katholische Kirche selbst hinsichtlich der Lehre vom Fegefeuer derart große Unterschiede in ihrer eigenen Lehre gegenüber dem Zeugnis bibelgläubiger Christen sieht - welche ihren Glauben bezüglich der Errettung und der Sündenvergebung allein auf JESUS setzen, dass diese sich sogar genötigt sieht, sich von solchen Menschen zu distanzieren und sie auszuschließen.



Einige abschließende persönliche Worte an dich ...

Ich möchte dich nun abschließend einladen, die Bibel zur Hand zu nehmen und zu prüfen! Vertraue in Fragen der Ewigkeit nicht ungeprüft auf Menschen, sondern prüfe sowohl meine Aussagen als auch die Lehre der katholischen Kirche. Du kannst dich vor dem Richterstuhl Gottes nicht auf Menschen berufen, denn Gott hat dir sein Wort gegeben, an welchem du hättest prüfen und die Wahrheit herausfinden können. Bring dich nicht in die Situation, wo du einst vor Gott sagen musst: "Ich habe eben blind vertraut." oder "Ich hatte keine Zeit zu prüfen." oder gar "Es hat mich einfach nicht interessiert."

In Jeremia 29,13 gibt Gott uns ein großes und wunderbares Versprechen ...
Er sagt: Ja, ihr werdet mich suchen und finden,
wenn ihr von ganzem Herzen nach mir verlangen werdet.

Menschen brechen ihr Wort - Gott aber wird sein Wort nicht brechen.
Gott lässt sich von uns finden, wenn wir von ganzen Herzen nach ihm verlangen -
diese Wahrheit kann ich persönlich bezeugen. Wenn du Gott aber suchst, so suche ihn dort, wo er sich uns offenbart hat - in seinem Wort der Bibel.
Wenn du keine Bibel hast, so möchte ich dir sehr gerne eine schenken.

Gerne würde ich auch deine Meinung zu dem hier Geschriebenen lesen.
Über die Kontaktseite besteht die Möglichkeit, mir zu schreiben.
Danke für dein Interesse, und falls ich von dir zu lesen bekomme -
auch Danke für deine Zeilen.

Reinhold Keinberger
www.come2life.at