Die römisch-katholische Kirche
lehrt über das Taufsakrament:

[1267] Die Taufe macht uns zu Gliedern des Leibes Christi. "Wir sind als Glieder miteinander verbunden" (Eph 4,25). Die Taufe gliedert in die Kirche ein. Aus dem Taufbrunnen wird das einzigartige Volk Gottes des Neuen Bundes geboren ....

[1257] Der Herr selbst sagt, daß die Taufe heilsnotwendig ist [Vgl. Joh 3,5.]. Darum hat er seinen Jüngern den Auftrag gegeben, das Evangelium zu verkünden und alle Völker zu taufen [Vgl. Mt 28, 19-20; DS 1618; LO 14; AG 5]. Die Taufe ist für jene Menschen heilsnotwendig, denen das Evangelium verkündet worden ist und die Möglichkeit hatten, um dieses Sakrament zu bitten [Vgl. N4k 16,16]. Die Kirche kennt kein anderes Mittel als die Taufe, um den Eintritt in die ewige Seligkeit sicherzustellen. Darum kommt sie willig dem vom Herrn erhaltenen Auftrag nach, allen, die getauft werden können, zur "Wiedergeburt aus Wasser und Geist" zu verhelfen. Gott hat das Heil an das Sakrament der Tauft gebunden, aber er selbst ist nicht an seine Sakramente gebunden.

[1263] Durch die Taufe werden sämtliche Sünden nachgelassen, die Erbsünde und alle persönlichen Sünden sowie die Sündenstrafen ....

[1265] Die Taufe reinigt nicht nur von allen Sünden, sondern macht den Neugetauften zugleich zu einer "neuen Schöpfung" ....

[1268] Die Getauften werden zu "lebendigen Steinen", um "zu einem geistigen Haus" und "zu einer heiligen Priesterschaft" aufgebaut zu werden (1 Petr 2,5). Durch die Taufe haben sie am Priestertum Christi, an seiner prophetischen und königlichen Sendung teil.....

[1269] Zu einem Glied der Kirche geworden, gehört der Getaufte nicht mehr sich selbst [Vgl. 1 Kor 6,19], sondern dem, der für uns gestorben und auferstanden ist [Vgl. 2 Kot 5.15]. Darum soll er sich in der Gemeinschaft der Kirche den anderen unterordnen [Vgl. Eph 5,21: 1 Kor 16,15-16], ihnen dienen [Vgl. Joh 13,12-15.], und den Vorstehern der Kirche gehorchen, sich ihnen unterordnen, sie anerkennen und hochachten .....

[1277] Die Taufe ist die Geburt zum neuen Leben in Christus. Nach dem Willen des Herrn ist sie heilsnotwendig wie die Kirche selbst in die Tauft eingliedert.

(aus dem katholischen Katechismus)



Als sich nach meiner Bekehrung viele verschiedene Aussagen und Zusammenhänge in der Bibel immer mehr ineinander fügten, war ich zunächst völlig überwältigt von jener wunderbaren Botschaft, welche sich vor meinen Augen auf einmal in nie zuvor erkannter Weise auftat. Noch sehr bewegt und stark unter dem Eindruck dieser großartigen Botschaft stehend, versuchte ich wenig später, jenen - mir am nächsten stehenden Menschen diese erkannte zentrale Aussage der Bibel weiter zu erzählen.
Diese Weitergabeversuche gestalteten sich jedoch wesentlich schwieriger als zunächst angenommen, und so wunderte ich mich nun nicht mehr nur darüber - warum ich selbst das rettende Evangelium so lange Zeit nicht erkannte, sondern auch darüber - warum andere Menschen dieses einfach nicht erkennen konnten bzw. wollten. So tauschten wir in mehreren Gesprächen unsere jeweiligen Glaubensüberzeugungen aus und stellten hierbei sehr bald fest, dass sich diese in sehr vielen - teils zentralen Glaubensfragen - deutlich widersprachen. Ich merkte immer mehr, dass die Lehre der katholischen Kirche ganz andere Glaubensinhalte hat und in eine ganz andere Richtung zieht als die Bibel. Die zu erwartende Folge daraus war, dass auch der katholische Glaube ganz anders gelebt und "praktiziert" wurde als es jene Wahrheit erwarten lies, welche ich wie einen Schatz voll Freude in der Bibel gefunden hatte.

Nicht lange dauerte es und ich fühlte mich wie ein Fremder in "meiner Kirche". Dennoch hatte ich den Wunsch nach Gesprächen und nach Austausch mit Christen, welche die Wahrheit in der Bibel in gleicher Weise erkannten. Christen - welche JESUS als ihren Herrn und Erlöser in gleicher Weise annahmen und EINZIG UND ALLEIN AUF IHN vertrauten. Eine solche Christengemeinschaft fand ich wenig später in einer evangelikalen Freikirche in Linz, die wie auch alle anderen bibeltreuen Gemeinden keine Kinder tauft, sondern nur die Glaubenstaufe praktiziert.

Diese biblische Form der Taufe unterscheidet sich jedoch ganz grundlegend von der katholischen Taufe und vom katholischen Taufverständnis!

Zur anschaulichen Erklärung vielleicht folgender Vergleich...
Ebenso wie eine Hochzeit keine Beziehung zwischen zwei Menschen hervorbringen kann, sondern die Hochzeit lediglich eine bereits bestehende Beziehung öffentlich bekundet und in feierlichem Rahmen besiegelt - so bringt auch die Taufe keine lebendige Beziehung zu Gott hervor, sondern stellt vielmehr (vergleichbar zur Hochzeit) ein öffentliches Bekenntnis und ein feierliches besiegeln einer BEREITS BESTEHENDEN lebendigen Gottesbeziehung dar. Diese lebendige Beziehung zu Gott kann nun aber ganz gewiss nicht durch ein Ritual oder Sakrament herbeigeführt werden! Die lebendige Beziehung zum HERRN findet ihren Anfang in der Wiedergeburt (vgl. Johannes 3,1-8) und ist ein unverdientes Gnadengeschenk als Folge der persönlichen Bekehrung und Lebensübergabe an JESUS CHRISTUS. Die Glaubenstaufe bewirkt daher keinesfalls die Wiedergeburt (auch nicht die Kindertaufe!!), sondern ist vielmehr deren Folge!

Obwohl die Glaubenstaufe auch für mich einen ganz bewussten und besonderen Schritt in meinem Leben darstellte und mir diese Taufe sehr viel bedeutete und bedeutet, bleibt sie vom Selbstverständnis dennoch weit hinter jener "Wichtigkeit" und Bedeutung zurück, welche die katholischen Kirche ihrem Taufsakrament fälschlicherweise beimisst. Die katholische Kirche verkündet das Taufsakrament als den zentralen Zugang zum Heil - verbindet mit diesem volle Sündenvergebung (sowohl ewige - als auch zeitliche Sündenstrafen), Wiedergeburt aus dem Geist, Eingliederung in den Leib Christi und die Erlangung des sogenannten "Gnadenstandes", und erachtet daher dieses "Sakrament" als zum Heil unbedingt notwendig.

Als getaufter Katholik sah ich lange Zeit keinen Grund, an der katholischen Tauflehre zu zweifeln, sondern fühlte mich vielmehr geborgen in den Zusagen jener Kirche, dessen Mitglied ich durch die Taufe schließlich geworden war.
Wie sehr ich mich in all dieser Zeit aber in falscher Sicherheit wog, wurde mir erst klar, als sich mir durch Gottes Gnade der tatsächliche Zugang zum Heil auftat ...


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